Von Buddha sind viele lehrreiche Geschichten und Reden überliefert, die später von seinem direkten Schüler Ananda weitergegeben wurden.

 

Besonders interessant erscheint mir seine Erklärung, warum wir Menschen nur so schwer „Erleuchtung“ finden können, wenn wir den „Sinnesfreuden“ zu viel Beachtung schenken.

 

Buddha besuchte mit einigen Anhängern die Mönche Rammaka und Bhikkhus in einer Einsiedelei.

 

Die Gelehrten hießen Buddha und seine Begleiter willkommen, baten ihn, einige Worte zu sagen.

 

Buddha fing an von seiner Suche nach dem „Nirvana“ zu erzählen, berichtete, wie er unter verschiedenen Meditationsmeistern versuchte, „Erleuchtung“ zu erfahren, diese aber erst fand, als er endgültig gereinigt war. „Erst als ich frei war vom Wunsch etwas zu werden, oder zu sein, erst als ich kein Verlangen und keine Neigung mehr verspürte, erst dann kam die „Erleuchtung“ zu mir.

 

Weiter führte er aus: „die fünf Sinne können uns zwar Freude bringen, sie beschränken uns aber auch auf Nichtigkeiten, halten uns vom „Nirvana“ ab; unser Auge erblickt Formen, unser Ohr erfährt Geräusche, die Nase empfängt Gerüche, die Zunge Geschmäcker, die Haut Berührung. Diese Sinne sind unsere Fesseln, die es zu vermeiden gilt, denn diese Empfindungen sind nur von kurzer Dauer“.

 

„Es ist unklug, nach den Dingen zu suchen, die Geburt, Alter, Krankheit und Tod unterliegen, die also zwangsläufig von Kummer überdeckt werden. In meiner Jugend habe ich auch nach diesen falschen Zielen gesucht. Durch meine „Erleuchtung“ weiß ich aber, dass solche Umstände nicht zum „Nirvana“ führen können, da sie mit immer währendem Leid einhergehen“.

 

Was wollte Buddha den Zuhörern erklären?

 

Aus der Tatsache, dass wir Menschen dem Verfall unterliegen, dass auf die Geburt ganz bestimmt Alter und Krankheit folgt, und das Leben im Tod endet, aus dieser Gewissheit erfolgen Leid und Schmerz für uns. Nichts können wir halten oder behalten, was heute uns gehört kann schon morgen weg sein, egal ob es andere Menschen sind, oder Dinge. Daraus folgt, dass NICHTS uns gehört, es ist nicht unser Haus, nicht unsere Kinder, nicht unser Geld. Es sind die Menschen, die uns gerade begleiten, die Dinge, die wir gerade nutzen, aber sie gehören uns nicht.

 

Die Sinnesfreuden sind nur von kurzer Dauer, wenn wir uns zu sehr auf solche „Freuden“ konzentrieren, dann brauchen wir immer mehr davon, mehr und mehr. Aber wirkliches Glück entstammt nicht aus kurzer Freude!

 

Sinnesfreuden ziehen vorbei und verschwinden in einem Augenblick.
Aber die Freundschaft zwischen uns, das gegenseitige Vertrauen, die Freude unserer Herzen, die Verzückung unserer Seelen, diese Dinge vergehen nicht und können niemals zerstört werden. Ich werde Dich lieben bis an mein Lebensende

Voltaire (François-Marie Arouet) – Französischer Philosoph – 1694 bis 1778