Erleuchtung und Buddhismus

Was ist der zentrale Punkt im Buddhismus?

Wie in allen Religionen gibt es unzählige Verhaltensregeln im Buddhismus. Einige gehen auf den historischen Buddha zurück, andere wurden später von Mönchen oder Gelehrten verfasst.

Nach meiner Auffassung ist Buddhismus aber keine Religion, sondern eine Philosophie.

Und der zentrale Punkt in der Philosophie des Buddha ist das Streben nach Erleuchtung, das Finden des eigenen Ichs unter der meist verschütteten Persönlichkeit.

Anders als bei den Weltreligionen steht im Buddhismus dieses wichtige, zentrale Element (die Erleuchtung) absolut im Vordergrund, die Regeln (auch die von Buddha persönlich verfassten) stellen nur Bausteine auf dem Weg zum Erwachen dar.

Warum wurde der indische Prinz Siddhartha Gautama so bekannt, was macht ihn (und seine Lehre) nur so anders wie die Lehren der ‚Religionsstifter‘?

Seine friedlich meditierende Statue steht in jedem zweiten Haushalt, seine Bilder verkaufen sich blendend, aber was wissen die Menschen im Westen von ihm?

Wenig ist bekannt, schlicht und einfach. Das Bild eines meditierenden Buddhas stimmt die Menschen einfach friedvoll, Buddhismus wurde als eine Art ‚Zweitreligion‘ angenommen.

Für die Menschen, die ein Interesse an der Weltanschauung des historischen Buddhas haben ist es an der Zeit, das zentrale Element aus seiner Lehre zu betrachten.

 

Erleuchtung

 

Was ist das, wie funktioniert das, wie kann man sich damit beschäftigen?

Erleuchtung ist der ‚Aha-Moment‘, der winzige Augenblick, in dem man die Welt, das Universum und sich selbst versteht. Es ist kein ‚Paukenschlag‘, kein ‚Feuerwerk‘, keine ‚Party‘.

Und es funktioniert einfach, es ist kein nur dem historischen Buddha vorbehaltenes Ereignis. Buddha sagte, dass in jedem Menschen, Tier oder Lebewesen die Erleuchtung schon liegt, sie müsse nur gefunden werden. Und das ist zu 100-% richtig.

Die Erleuchtung liegt in uns, wir müssen sie nur für uns entdecken.

Dies können wir erreichen, in dem wir uns intensiv mit dem Thema Erleuchtung beschäftigen, Erleuchtung als eine(n) gute(n) Freund(in) sehen, so wie unsere grosse Liebe betrachten, an die wir immer und gerne denken, häufig und intensiv.

Indem wir uns frei machen für die Suche nach Erleuchtung, und zwar in uns, nicht ausserhalb, keine Person wird sie uns geben, der Buddha war ein Führer, ein spiritueller Reiseleiter, er sagte wir sollen nicht zu ihm beten, sondern nach der Erleuchtung „suchen“.