Schnell haben wir eine Meinung von Menschen, von Dingen, schnell „passt uns etwas nicht“, wir regen uns auf, schimpfen und beschimpfen.

 

Aus dem Auto „pöbeln“, andere Menschen maßregeln, „der ist ja blöd“, „sie hat ja keine Ahnung“, „Du A….“, „diese dumme Sau“, solche oder ähnliche Worte fallen den ganzen Tag lang, irgendwo, irgendwie, aber bringt die ganze Aufregung denn irgendeinen Vorteil?

 

WOHL NICHT!

 

Natürlich verhalten sich andere Menschen nicht immer so, wie wir das gerne möchten. Und sofort haben wir ein Urteil parat, wir „liken“ oder „disliken“, am Handy wird uns eine sofortige Beurteilung ganz leicht gemacht.

 

Fühlen wir uns denn dann besser, wenn wir unsere Bewertung geäußert haben? Ich jedenfalls nicht, meist denke ich danach bei mir, was ich doch für ein Hornochse bin, warum ich mir diese „negative Energie“ aufgeladen habe, das ist mir im Nachhinein meist nicht mehr klar. Ich war dabei wohl zu sehr von meinen Emotionen getrieben, hatte nur egoistisch meinen Blickwinkel betrachtet, die Beweggründe der Anderen nicht ausreichend gewürdigt. Kurzum, ich habe in mein Denken die „Achtsamkeit“ zu wenig einbezogen.

 

Die Wahrnehmung ist immer subjektiv, wie soll man auch etwas „objektiv“ beurteilen, ist es doch immer meine Meinung, mein Befinden, mein Verständnis einer Situation oder Begebenheit.

 

Was wäre, wenn ich mir dieses Verhalten „verkneifen“, wenn ich mir das Beurteilen von Menschen oder Situation ersparen würde, ginge es mir dann vielleicht besser? Eine mentale Detox-Kur, „Judgement Detox“, das wäre genau das richtige.

 

Damit verbunden käme dann Mitgefühl für das Leiden der anderen Menschen in mein Leben, und mehr „Achtsamkeit“ würde mir generell gut „zu Gesicht stehen“, so wie dies einem Jeden gut bekommt, der es auch zulässt, der sein Leben achtsam lebt.

 

Nichts auf dieser Welt passiert ohne Grund, nach Buddha steht alles bereits geschrieben, das Schicksal kommt, wie es kommen muss. Kann es daher sein, dass ich mit dem Menschen, über den ich mich gerade aufrege, Karma habe?

 

Wenn mal wieder Ärger über Sie kommt, dann atmen Sie erst einmal tief durch! Denken Sie nach: woher kommt genau jetzt dieses Gefühl? Bringt mir der ganze Ärger etwas?

 

Ich habe mir fest vorgenommen, meine Reaktionen besser zu kontrollieren, keinen Ärger zuzulassen, auch an die Anderen zu denken, an ihre Beweggründe, an ihre Situation, ich will gelassener und damit glücklicher durch das Leben gehen.

 

ICH HABE „JUDGEMENT DETOX“.

 

Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten

– Carl Gustav Jung – Schweizer Psychiater – 1875 bis 1961