Viele Menschen trauen sich nicht, ihre Meinung klar zu äußern.
Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut
– Karl Valentin – Deutscher Komiker – 1882 bis 1948
Viele haben Angst vor Konsequenzen, formulieren deshalb ihre Ansichten nicht offen und ehrlich, was denken die Anderen von mir, ecke ich mit meinem Standpunkt an?
Warum behalten wir unsere Meinung für uns? Haben Sie schon einmal an sich selbst bemerkt, wie Sie Ihre Meinung nicht geäußert, sondern lieber für sich behalten haben?
Das ist aber FALSCH
Ihre Meinung ist Ihre Meinung, Sie haben ein ANRECHT darauf, diese auch zu sagen. Natürlich im Rahmen von Anstand und Gesetzen, aber wenn Sie einen Standpunkt haben, dann müssen Sie auch dazu stehen!
Meinungsverschiedenheiten gibt es immer, selten sind zwei Menschen immer der selben Meinung, das macht einen Diskurs und Dialog ja erst interessant.
Eine Meinung zu haben, und diese auch zu formulieren, macht uns allerdings angreifbar.
Heute wird man schnell ausgegrenzt, wenn eine Meinung den „Anderen“ nicht passt. Deshalb ist es wichtig, die Meinung geschickt auszudrücken, andere Menschen dabei nicht zu verletzen, Stil und Würde zu behalten, aber in der Sache „fest“ zu bleiben.
Buddhisten haben die Verpflichtung, die Dinge so zu beschreiben, wie sie meinen, dass sie sind. Was wahr ist, das darf man sagen! Buddha forderte von seinen Anhängern, dass diese an den Anfang die „rechte“ Erkenntnis stellen, der der „rechte“ Entschluss folgen muss, was sich dann im „rechten“ Reden und Handeln auswirkt.
Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit
Anatole France – Französischer Schriftsteller – 1844 bis 1924
Wenn Sie auf Menschen treffen, die die Meinung von Anderen nicht gelten lassen, sondern aggressiv darauf reagieren, dann haben Sie nichts zu bereuen. Der Fehler liegt nicht bei Ihnen.
Wenn Sie die Dummheit von Anderen aber einfach „über sich ergehen“ lassen, dann bekleckern Sie sich, nach der Lehre Buddhas, aber nicht mit Ruhm.
Nur gegenseitiges Verständnis kann ein erträgliches Verhältnis schaffen. Dem, der aufrichtig seinen Standpunkt vertritt, muss auch Glauben geschenkt werden
– Robert Bosch – Deutscher Erfinder und Unternehmer – 1861 bis 1942
Man braucht nicht immer denselben Standpunkt zu vertreten, denn niemand kann einen daran hindern, klüger zu werden
– Konrad Adenauer – Erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland – 1876 bis 1967
Selbst mit der Gefahr der Konfrontation, sagen Sie was Sie denken, höflich aber bestimmt!